Wider den Morgenwahnsinn

In der Werbung sieht es meistens so aus: An einem liebevoll dekorierten Frühstückstisch sitzen die gut gelaunten Kinder mit ihren Eltern und starten gemeinsam völlig entspannt und strahlend in den Tag. Wie, bei Euch läuft´s anders ab? Bei uns leider oft auch wenig Bilderbuchfamilie und mehr Realität angesagt. Aber trotzdem wollen wir nicht aufgeben.

Schließlich kennen die meisten von uns diesen Morgenwahnsinn. Alle Familienmitglieder müssen ins Bad, sich anziehen, frühstücken und zusehen, dass sie sich auf den Weg machen. Und nur ein paar Millimeter entfernt lauert der Wahnsinn. Einer findet keine Hose, die ihm gefällt, der Andere trödelt mit dem Müsli und eigentlich ist es schon wieder viel später als es gerade sein sollte. Und weil´s noch nicht reicht, will einer noch 7,43 €, abgezählt natürlich, für das neue Deutsch-Arbeitsheft. Und – kein Wunder – gar nicht selten endet dieses Spiel mit einer Standpauke und blank liegenden Nerven. Schade, denn diesen Tagesanfang wünscht sich keiner.

Und vielleicht finden wir ja etwas, das dem Morgenwahnsinn ein bisschen erträglicher machen kann. Wir haben uns auf die Suche gemacht:

Nicht wirklich neu, aber oft doch wirklich hilfreich: so viel wie möglich am Vorabend vorbereiten. Klamotten rauslegen, Schulsachen nochmal durchgehen, eventuell sogar das Geschirr für´s Frühstück raus stellen. Wer ständig seine Schlüssel sucht, legt die schon mal neben Geldbeutel und Handtasche. Oder was auch immer Euer Knackpunkt ist.
Meistens klappt alles besser, wenn der “Morgen-Manager” als Erstes fertig ist. Bereit für den Tag kann ich gelassener auf die Kinder eingehen als wenn ich weiß, dass ich selbst noch meine Sachen zusammensuchen und eine Bluse bügeln muss.
Lieber eine viertel Stunde mehr Zeit einplanen. Das heißt im Umkehrschluss noch früher aufstehen. Für viele ist das grausam, aber manchmal wirklich hilfreich. An guten Tagen springt dafür Zeit für eine Tasse Kaffee in Ruhe raus.
Gut gefallen hat uns die Idee des Familienrats. Vielleicht lässt sich ja gemeinsam mit allen Beteiligten eine Lösung finden. Und wenn die Kinder diese Veränderungen mit beschlossen haben, klappt es hoffentlich auch besser mit der Umsetzung. Eine schöne Vorstellung der Idee des Familienrats gibt es in diesem Video:

Wer mehr dazu lesen möchte, dem sei dieses Buch empfohlen: Familienkonferenz: Die Lösung von Konflikten zwischen Eltern und Kind*

Und für alle Tage an denen der Wahnsinn doch wieder gewonnen hat, hier zum Trost ein Artikel, der erklärt, dass das ganz normal ist. Einfach weil dieses frühe Aufstehen gegen die Bedürfnisse der Schüler und Eltern geht. Lest selbst: Zwangs-Frühstart für Schüler: Mehr Schlaf wagen

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