Die ersten Einschulungen nach Corona

Wann die Zeit „nach Corona“ beginnen wird, kann aktuell keiner absehen. Aber es wird eine Zeit mit oder nach Corona geben – und die beginnt für viele Erstklässler mit einer großen Portion Nervosität, Neugierde und Anspannung. Häufig zeugt auch ein flaues Gefühl im Bauch davon, dass die Sechs- und Siebenjährigen beinahe schon ein wenig Angst davor haben, diesen Schritt zu gehen. Leichter wird es durch die Pandemie, die grassiert, sicherlich nicht. Stattdessen wird es eine neue Art der Einschulung sein. Vielleicht nach wie vor mit Abstand, vielleicht noch immer mit Mundschutz und im schlechtesten Fall sogar ohne großes Aufgebot an Omas, Opas, Paten und Patinnen – und stattdessen „nur“ mit den Eltern, die natürlich nicht minder stolz sind auf ihr Ex-Kindergartenkind. Welche Möglichkeiten es für Eltern geben kann, ihren Erstklässlern den Start in die Grundschule trotz, nach oder mit Corona so einfach wie möglich zu gestalten, verraten die folgenden Tipps.

Abbildung 1: Bye, bye, Kindergarten – hallo, Grundschule. Das heißt es auch in Pandemie-Zeiten für einige Erstklässler wieder. Doch was bedeutet eigentlich während, mit oder nach Corona in die Schule zu kommen?

Was bedeutet es, eineinhalb Meter Abstand zu halten?

Zugegeben, Längenmaße sind für Grundschüler wahrlich schwer per Augenmaß einzuschätzen. Doch auch diese Herausforderung lässt sich mit ein wenig Übung meistern – und mit viel Forschergeist. Eltern könnten beispielsweise ein Kinder-Maßband in die Schultüte packen. Das Mitbringsel passt gut in die Tüte und kann dabei helfen eineinhalb Meter abzumessen, nachzubauen und so zu erfassen, was es bedeutet, Abstand zu halten. Ein Beispiel: Trägt das Kind Schuhgröße 24,5, liegt die Fußlänge der Schuhe bei 15 Zentimetern. Das wiederum bedeutet, dass zehn Kinderschuhe in Größe 24,5 nebeneinander gereiht werden müssten, um auf eineinhalb Meter Abstand zu kommen. Auch der Schulranzen kann zum Abmessen dienen. Im Schnitt messen die gängigen Schulranzen-Modelle 30 Zentimeter in der Breite. Das bedeutet für den Grundschüler: Um eineinhalb Meter Abstand zu halten, müssten fünf Schulranzen nebeneinander stehen – und zwar so, dass alle Rückenteile in einer Reihe stehen.

Wer verbirgt sich eigentlich hinter der Maske?

Gesetzt den Fall, dass auch die kommenden Einschulungen mit Mundschutz erfolgen müssen, sollten Eltern vorbauen – für den Nachwuchs und die neuen Freunde im Klassenverband. Das geht am einfachsten mit personalisierten Geschenken zur Einschulung, die doppelte Wirkung haben: Schultüten, Werkschürzen, Mäppchen, Stifteboxen, Sportbeutel und Lesezeichen, die den Namen des frischgebackenen Grundschülers tragen, helfen ihm dabei, seine eigenen Sachen zu identifizieren. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass die Chance groß ist, dass der Grundschüler gut auf sein Hab und Gut achtet. Darüber hinaus unterstützt es die Kinder auch dabei, neue Freundschaften zu schließen – selbst wenn oft nicht klar ersichtlich ist, wer sich hinter dem Mundschutz verbirgt.

Wie trage ich den Mundschutz richtig?

Abbildung 2: Wer sich zuerst die Hände wäscht und desinfiziert und anschließend den Mundschutz aufzieht, der macht vieles richtig. Wer zudem noch an die Umwelt denken möchte, nutzt waschbare Stoffmasken anstatt Einwegmodelle.

Bleibt die Maskenpflicht bestehen, ist es wichtig, mit dem Grundschüler zu trainieren, wie der Mund-Nase-Schutz zu tragen ist, und wohin er kommt, wenn es eine Maskenpause gibt. Eltern müssen ihrem Kind nun erklären, dass nur die Gummibänder, die die Maske hinter den Ohren halten, berührt werden sollten. An der Vorderseite, dort wo der Stoff oder das Vlies Mund und Nase bedeckt, sollten keine ungewaschenen Kinderfinger entlangtapsen. Auch ist es wichtig, die Maske mit frischgewaschenen Fingern, im besten Fall sogar mit desinfizierten Händen, aufzusetzen. Von FFP2-Masken im Grundschulalter raten Experten ab. Diese sollten erst ab 14 Jahren getragen werden. Für größtmögliche Akzeptanz sorgen Masken, die bunt sind. Die farbenfrohsten Varianten sind meist aus Stoff und in der Do-it-yourself-Kategorie zu haben. Zum Aufbewahren von waschbaren Masken empfiehlt es sich, den Kindern eine kleine Dose mitzugeben. Das ist in jedem Fall die nachhaltigere Idee, mit der Mundschutzpflicht umzugehen. Einwegmasken müssen hingegen zuhause direkt in den Müll wandern. Gerade wenn es zum Schulbeginn noch recht warm ist, ist es sinnvoll, mehrere Masken einzupacken – denn eine durchgeschwitzte Mund-Nasen-Bedeckung bietet weder Schutz noch ist sie angenehm zu tragen.

Wie lerne ich teilen, wenn nicht geteilt werden darf?

Kinder können das Teilen unter „normalen“ Bedingungen eigentlich recht einfach erlernen, in dem sie Stifte untereinander tauschen oder dem Banknachbarn etwas aus der Brotzeitdose abgeben. Doch was, wenn das eigentlich gar nicht erlaubt ist im Sinne des Infektionsschutzes? Dann können Eltern auf zwei Wegen versuchen, ihren Kindern die soziale Kompetenz des Teilens beizubringen. Kleine, abgepackte Präsente sind eine Option. Denkbar ist das beispielsweise zur Weihnachtszeit, wenn das Wichteln dafür sorgt, dass jedes Kinder ein kleines Präsent mitbringt und ein anderes erhält. Auch kann das Prinzip des Teilens zum Geburtstag eine Rolle spielen. Dann, wenn es nicht möglich ist, einen Kindergeburtstag zu veranstalten, könnte das Kind einzeln verpackte Naschereien mitbringen und jedem Klassenkamerad oder auch nur dem engsten Freundeskreis übergeben. Kleine Geschicklichkeitsspiele sind eine alternative Geschenkoption. Auch ein buntes Windlicht, das selbstgebastelt werden könnte, ist eine nette Aufmerksamkeit für die Freunde oder selbstgebackene Muffins, die in einer außergewöhnlichen Muffinform gebacken wurden, kommen sicherlich auch gut an.

Abbildung 1: pixabay.com © Didgeman (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: pixabay.com © soumen82hazra (CC0 Public Domain)


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